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Euroboden Architekturkultur
Sehr geehrte Damen und Herren,
 
das neue BNKR-Programm Stop making sense, it’s as good as it gets. startet am 19. April 2017 mit einer architektonischen Intervention von Johanna Meyer-Grohbrügge, die wortwörtlich den Rahmen für die gesamten 15 Monate spannt: mit Seilen vernetzt die Architektin die Betonarchitektur von BNKR über die beiden Stockwerke, verbindet die sonst durch massive Wände und Decken getrennten Räume und bildet ein neues Muster aus Formen und Informationen, welches die existierenden Ausstellungsräume erweitert. Die Seile bilden ein flexibles Hängesystem, das für die Gestaltung der einzelnen Programmpunkte genutzt werden kann.
 
Die von Ludwig Engel und Joanna Kamm konzipierte und sich sukzessive bis Juli 2018 verdichtende Veranstaltungsreihe Stop making sense, it’s as good as it gets. entstand durch die Lektüre des Romans „Satin Island“ von Tom McCarthy. Dem zentralen Gedanken der Erzählung folgend, nämlich der Unmöglichkeit, einen „Großen Bericht“ der Gegenwart zu verfassen, werden Künstler, Schriftsteller, Architekten, Theoretiker und Wissenschaftler in den BNKR eingeladen, ihre Vorstellungen von Zeit anhand von fünf zentralen Begriffen, die aus „Satin Island“ abgeleitet sind, in unterschiedlichen Formaten zur Diskussion zu stellen: Artefacts, Buffering, Narratives, Patterns, Uncertainty.
 
Haben wir Ihre Neugierde geweckt? Ich würde mich freuen, Sie zum Start des Programms Stop making sense, it’s as good as it gets. am Mittwoch, den 19.04.2017, um 19 Uhr im BNKR begrüßen zu können.
 
Mit besten Grüßen
Ihr Stefan F. Höglmaier
Euroboden Architekturkultur
19.04.2017, 19 Uhr – Stop making sense, it’s as good as it gets.

Johanna Meyer-Grohbrügge / Architektur
Tom McCarthy / Office
Marie-France Rafael / Film
Ludwig Engel, Joanna Kamm,
Quentin Walesch - Mandala/Mandela Effekt / Publikation

Reden 19.30 Uhr
Ludwig Engel, Joanna Kamm und Johanna Meyer-Grohbrügge

Konzept und Programm
Ludwig Engel und Joanna Kamm

Laufzeit
April 2017 - Juli 2018

Was passiert, wenn wir nicht in und von der Vergangenheit und Zukunft träumen, sondern uns in einer Vorstellung von Gegenwart bewegen, in der alles gleichzeitig vorhanden ist und die lineare Struktur von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft nur eine Möglichkeit von vielen darstellt?

Stop making sense, it’s as good as it gets. ist kein Event, keine Ausstellung, kein Symposium, auch nicht eine Serie davon, es ist ein Programm. Über 15 Monate wird aus unterschiedlichen Perspektiven erforscht, inwieweit neue und nicht abgesicherte Erzählstrukturen, Musterbildungen, Zusammenhänge und Zustände in Kunst, Literatur, Architektur und Wissenschaft Möglichkeiten beinhalten, über ‚Gegenwarten’ zu sprechen: mal offensichtlich, mal versteckt, mal im klassischen Format, mal als Fiktion, im BNKR und dem Stadtraum München, gleichzeitig, nebeneinander und hintereinander.

Details unter www.bnkr.space

- Keine Anmeldung erforderlich -


26.04.2017, 19 Uhr – Gespräch „Zukunft vs. Gegenwart“

Streit vorprogrammiert? Armen Avanessian, linker Theoretiker der Stunde, trifft auf Hannes Grassegger, digitaler Kriegsreporter.

Mit „Ich habe nur gezeigt, dass es die Bombe gibt“ veröffentlichte der Ökonom Hannes Grassegger kurz nach dem Wahlsieg Donald Trumps eine bis heute international heiß diskutierte Reportage, in der er zusammen mit Ko-Autor Mikael Krogerus und dem Mathematiker Paul-Olivier Dehaye die Fähigkeiten der Firma Cambridge Analytica aufdeckte, Menschen anhand ihres Facebook-Verhaltens minutiös zu analysieren und mit Big Data zum Triumph des Milliardärs in den USA beigetragen zu haben. Zeitgleich zu Grasseggers Recherchen lag der Philosoph Armen Avanessian in Miami am Strand und bearbeitete die Idee einer Gegenwartstheorie, die eben genau in der von Grassegger beschriebenen Datenflut ihre lineare Zeitlichkeit verliert. In seinem kurze Zeit später veröffentlichten „Miamification“ (Merve, 2017) hält er dazu fest: „Wenn das Wissen um die Zukunft in die Gegenwart eingeführt wird – die gegenwärtig gewusste Zukunft als ein Teil in das Ganze der zukünftigen Gegenwart –, entstehen neue Optionen.“

Im Rahmen von Stop making sense, it’s as good as it gets. begegnen sich beide Autoren das erste Mal persönlich: Linke Theorie trifft auf investigativen Neoliberalismus, um aus gegensätzlichen Positionen über den Einfluss von Big Data, Algorithmen und Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf Individuum und Gesellschaft zu streiten.

- Keine Anmeldung erforderlich -


BNKR - current reflections on art and architecture

BNKR ist ein Ort, der den Vorstellungen unserer Gegenwart Raum gibt. In seinem Namen verbergen sich zwei Leerstellen, Zwischenräume, die nicht geregelt, nicht geordnet, nicht definiert sind. Dies macht sich BNKR zum Programm: als ehemaliger Hochbunker wird er zu einem flexiblen Netzwerk, das Reflexionen über unsere Gegenwart(en) in Kunst, Design und Architektur aktiviert und sie weiterführend mit Literatur, Film, Musik, Philosophie und/oder Wissenschaft animiert. BNKR ist weder Ausstellungsraum noch Plattform, weder Denk- noch Erlebnisraum, er ist alles zugleich.

Gegründet wurde er 2014 von dem Münchner Unternehmer Stefan F. Höglmaier, der mit BNKR seinem langjährigen Interesse und Engagement für Kunst und Architektur ein Format gibt, das über finanzielle Unterstützung hinaus den Austausch und Dialog fördert. Unter der Leitung von Nina Pettinato entwickeln jeweils für ein Jahr externe Kuratoren gemeinsam mit BNKR ein Programm, das mit Ausstellungen, Performances, Vorträgen, Diskussionen, Filmvorführungen, Konzerten, u.v.m., die Fragen stellt, die im Dazwischen auftauchen.

BNKR, Ungererstrasse 158, 80805 München
089-689 06 06-20 / info@bnkr.space / www.bnkr.space

Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag jeweils 14.00 – 18.00 Uhr
Führungen: nach Vereinbarung unter info@bnkr.space
Anfahrt: U-Bahn-Linie U6, Haltestelle „Alte Heide“



Abb.1 // Gabriel Orozco, Half Submerged Ferris Wheel, 1997. Ferris wheel, dimensions variable. Installation view of EXPO 2000, Hannover, 2000. Courtesy of the Artist.

Abb.2 // Filmstill „Stop Making Sense“,1984, Ausschnitt.

Abb.3 // Set photo „Dr. Strangelove“, 1964, Ausschnitt.

Abb.4 // Visual BNKR: Karl Anders, Hamburg

IMPRESSUM
BNKR / Ungererstrasse 158 / 80805 München
www.bnkr.space / info@bnkr.space
Leitung: Nina Pettinato

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