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Euroboden Architekturkultur
Sehr geehrte Damen und Herren,

die Künstlerin Annett Zinsmeister hat im Rahmen der Ausstellung Urban Shelter? im Kunstraum BNKR einen vielschichtigen Ausstellungsparcours konzipiert, in welchem sie die Frage nach Schutz und Schutzräumen von unterschiedlichen Seiten in den Blick nimmt: zwischen Erinnern und Vergessen, zwischen Vergangenheit und Zukunft.
Um thematische Aspekte der Einzelausstellung, die von section.a kuratiert wurde, weiter zu vertiefen, findet eine Gesprächsreihe statt.

Am Donnerstag, 08.12.2016 um 19.00 Uhr, wird der Themenkomplex „Schutz – Raum – Stadt“ erörtert werden.
Der Militärhistoriker Bernd Lemke gibt zunächst Einblick in die Entwicklung des Zivilschutzes im städtischen Raum des 20. und 21. Jahrhunderts. Im anschliessenden Gespräch mit der Architekturtheoretikerin Karin Wilhelm und der Künstlerin Annett Zinsmeister werden Fragen diskutiert wie z.B.: Wie hat sich die Stadt als Zentrum des gesellschaftlichen Lebens zum vorrangigen Ziel militärischer und terroristischer Gewalt entwickelt? Welche städtebaulichen Maßnahmen waren und sind für den Schutz der Bevölkerung notwendig? Welches Verständnis von Schutzraum gibt es heute? Und wie geht die Kunst in der aktuellen Ausstellung diesen Fragen nach?

Das Thema „Raum – Stadt – Sicherheit“ stellt am Donnerstag, 23.02.2017 um 19.00 Uhr, sicherheitsrelevante Aspekte in den Vordergrund. In dem von der Kuratorin Katharina Boesch moderierten Gespräch mit den Wissenschaftlern Stefan Kaufmann und Claus Pias sowie der Künstlerin Annett Zinsmeister soll u.a. diskutiert werden, vor welchen Bedrohungen wir uns heute schützen müssen. Können gebaute Räume heute noch Schutz bieten oder können Schutzmaßnahmen heute allein auf technologischer Basis funktionieren? Kann die Kunst, die Ästhetik, in derart existentiellen Fragestellungen einen Beitrag leisten?

Haben wir Ihre Neugierde geweckt? Ich würde mich freuen, Sie zur Gesprächsreihe der Ausstellung „Urban Shelter?“ begrüßen zu können.


Mit besten Grüßen
Ihr Stefan F. Höglmaier
Euroboden Architekturkultur
08.12.2016, 19.00 Uhr – „Schutz - Raum - Stadt?“ 

Gespräch mit Bernd Lemke / Karin Wilhelm / Annett Zinsmeister
Moderation: Christine Haupt-Stummer / Kuratorin der Ausstellung,
section.a, Wien

Dr. Bernd Lemke ist deutscher Militärhistoriker. Nach dem Wehrdienst bei der Luftwaffe studiert er von 1986 bis 1993 Neuere und Neueste Geschichte, Mittelalterliche Geschichte und Neuere Deutsche Literatur an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen und der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Nach Tätigkeiten beim Haufe-Verlag wirkt er seit 2001 im Militärgeschichtlichen Forschungsamt, aus dem 2013 das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr hervorging. Er gehört derzeit der Abteilung Einsatz, Projektbereich Einsatzgeschichte, an.

Prof. Dr. Karin Wilhelm ist emeritierte Professorin für Geschichte und Theorie der Architektur und Stadt. Ihre Lehrtätigkeit führte sie über die Hochschule der Künste in Berlin, die Gesamthochschule Kassel, die Universität Oldenburg von 1991 bis 2001 als Ordinaria für Kunstgeschichte und erste Professorin an die Technische Universität Graz, Österreich. 2001 folgte sie dem Ruf an die Technische Universität in Braunschweig. Forschungsschwerpunkte: Architektur und Urbanisierungsprozesse des 20. Jahrhunderts (Architektur der Moderne, Bauhaus, Utopien etc.; Raumstrukturen und Mentalitätsprägungen im Internationalisierungsdiskurs nach 1945; Ideengeschichte stadträumlicher Friedensmodelle).

Prof. Annett Zinsmeister ist Künstlerin und lebt in Berlin. Sie studierte Kunst, Architektur an der Hochschule der Künste in Berlin sowie Kultur - und Medienwissenschaften an der Humboldt Universität zu Berlin und Bauhaus Universität Weimar. Seit 2003 ist sie Professorin für Kunst, Gestaltung, Entwerfen und interdisziplinäre Theorie. Ihre Arbeiten sind in internationalen Ausstellungen, Publikationen und Sammlungen vertreten u.a in der Sammlung des Deutschen Bundestages und des MoMA - Museum for Modern Art in New York.

Mag. Christine Haupt-Stummer ist Gründerin des Wiener Kurator_innen-Kollektivs section.a, das seit 15 Jahren an der Schnittstelle Wirtschaft, Kunst und Design arbeitet. Sie studierte Kunstgeschichte an der Universität Wien und der Freien Universität Berlin und absolvierte den Lehrgang für Museums- und Ausstellungsdidaktik an der Geisteswissenschaftlichen Fakultät der Universität Wien. Sie ist Initiatorin und Vorstandsmitglied von schnitt. ausstellungstheorie & praxis sowie im Leitungsteam des postgradualen Lehrganges ecm – exhibition and cultural communication management an der Universität für angewandte Kunst Wien.

- Keine Anmeldung erforderlich -


23.02.17, 19.00 Uhr – „Raum - Stadt - Sicherheit?“

Gespräch mit Stefan Kaufmann / Claus Pias / Annett Zinsmeister
Moderation: Katharina Boesch / Kuratorin der Ausstellung, section.a, Wien

Prof. Dr. Stefan Kaufmann lehrt am Institut für Soziologie und ist wissenschaftlicher Geschäftsführer des Centre for Security and Society der Universität Freiburg. 2008 bis 2010 vertrat er an der Universität Siegen die Professur für Medientheorie im Fachbereich Medienwissenschaft und übernahm Projektleitungen in der Sicherheitsforschung, und ist u.a. am Projekt „Fachdialog Geistes- und Sozialwissenschaften in der zivilen Sicherheitsforschung“ beim Bundesministerium für Bildung und Forschung beteiligt. Neben der Forschung zur zivilen Sicherheit beschäftigt er sich mit der Soziologie von Krieg und Gewalt sowie Kultur- und Techniksoziologie.

Dr. Claus Pias ist Professor für Medientheorie und Mediengeschichte am Institut für Kultur und Ästhetik Digitaler Medien, Direktor des Institute for Advanced Study on Media Cultures of Computer Simulation (MECS), des Centre for Digital Cultures (CDC) und des Digital Cultures Research Lab (DCRL) an der Leuphana Universität Lüneburg. Er war Fellow am IFK Wien, am IKKM Weimar, am Wissenschaftskolleg zu Berlin und am Kulturwissenschaftlichen Kolleg Konstanz. Derzeit ist er Visiting Professor an der Princeton University sowie Fellow der Kolleg-Forschergruppe „Bildevidenz. Geschichte und Ästhetik“ an der Freien Universität Berlin. Zudem ist er Mitglied der Graduiertenkollegs „Lose Verbindungen: Kollektivität im urbanen und digitalen Raum“ in Hamburg und „Kulturen der Kritik“ in Lüneburg. Seine Hauptforschungsinteressen sind Medientheorie, Wissenschaftsgeschichte des Mediendenkens sowie Geschichte und Epistemologie der Simulation und der Kybernetik.

Katharina Boesch (MAS), ist Gründerin des Wiener Kurator_innen-Kollektivs section.a, das seit 15 Jahren an der Schnittstelle Wirtschaft, Kunst und Design arbeitet. Sie studierte Kultur- und Medienmanagement an der Johannes Kepler Universität in Linz. 1998 – 2001 war sie kaufmännische Leiterin des Herbert von Karajan Centrum Wien. 2001 / 2002 koordinierte sie für das Hamburger Institut für Sozialforschung die Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht. Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941 – 1944“ in Wien und war für die Planung und Organisation des Symposiums „Krieg. Verbrechen. Retrospektiven.“ des Instituts für Zeitgeschichte der Universität Wien verantwortlich.

- Keine Anmeldung erforderlich -


BNKR - current reflections on art and architecture

BNKR ist ein Ort, der den Vorstellungen unserer Gegenwart Raum gibt. In seinem Namen verbergen sich zwei Leerstellen, Zwischenräume, die nicht geregelt, nicht geordnet, nicht definiert sind. Dies macht sich BNKR zum Programm: als ehemaliger Hochbunker wird er zu einem flexiblen Netzwerk, das Reflexionen über unsere Gegenwart(en) in Kunst, Design und Architektur aktiviert und sie weiterführend mit Literatur, Film, Musik, Philosophie und/oder Wissenschaft animiert. BNKR ist weder Ausstellungsraum noch Plattform, weder Denk- noch Erlebnisraum, er ist alles zugleich.

Gegründet wurde er 2014 von dem Münchner Unternehmer Stefan F. Höglmaier, der mit BNKR seinem langjährigen Interesse und Engagement für Kunst und Architektur ein Format gibt, das über finanzielle Unterstützung hinaus den Austausch und Dialog fördert. Unter der Leitung von Nina Pettinato entwickeln jeweils für ein Jahr externe Kuratoren gemeinsam mit BNKR ein Programm, das mit Ausstellungen, Performances, Vorträgen, Diskussionen, Filmvorführungen, Konzerten, u.v.m., die Fragen stellt, die im Dazwischen auftauchen.

BNKR, Ungererstrasse 158, 80805 München
089-689 06 06-20 / info@bnkr.space / www.bnkr.space

Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag jeweils 14.00 – 18.00 Uhr
Führungen: nach Vereinbarung unter info@bnkr.space
Anfahrt: U-Bahn-Linie U6, Haltestelle „Alte Heide“



Abb.1 // Links: City as Shelter – A Genealogy / Schutzraum Stadt – Eine Genealogie. Installation, Größe variabel, 2016. Rechts: Lost Homes / Verlorene Heimat. Installation / Projektion, 1996-2010 / 2016. Annett Zinsmeister: Urban Shelter? / BNKR München. Fotografie: Edward Beierle.

Abb.2 // Virtual Interior BNKR. Installation, 2016. Annett Zinsmeister: Urban Shelter? / BNKR München. Fotografie: Edward Beierle.

Abb.3 // Virtual Interior UM. Leuchtkasten, 62x102x15 cm, 2007. Annett Zinsmeister: Urban Shelter? / BNKR München. Fotografie: Edward Beierle.

Abb.4 // Visual BNKR: Karl Anders, Hamburg

IMPRESSUM
BNKR / Ungererstrasse 158 / 80805 München
www.bnkr.space / info@bnkr.space
Leitung: Nina Pettinato


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